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Private Nachhilfeschule

Der Tsunami zerstörte ihre Existenz

 

Am 26. Dezember 2004 zerstörte der Tsunami große Gebiete an der Küste Andaman-See im Süden Thailands. Die Region um Khao Lak war besonders betroffen. Tausende von Menschen verloren ihre Familienangehörigen und Freunde, ihre Häuser wurden zerstört. In den Tagen nach dem Tsunami reisten zahlreiche Hilfsorganisationen nach Thailand, um nach verschütteten Menschen zu suchen, Verletzte zu betreuen oder die Betroffenen mit Essen und Kleidung zu versorgen. Die nächsten Wochen und Monate verbrachten die meisten Überlebenden in Notunterkünften in der Region.

 

 

Besondere Hilfe für das Fischerdorf Ban Bangsak

 

Willi Kothny, ein Säbelfechter und mehrfacher Olympiamedaillengewinner aus Koblenz, half in den ersten Tagen nach dem Tsunami mit dem ISAR Team in Khao Lak. Dabei stieß er auf das Dorf „Ban Bangsak“, in welchem die Morgans (ethnische Gruppe der thailändischen Seezigeuner, auch Sea Gypsies genannt) lebten. Viele von den Dorfbewohnern starben und die Überlebenden wohnten zunächst im Freien.

Durch zahlreiche Spenden aus Deutschland und die Arbeitskraft der Morgans selbst gelang es Willi das Dorf schon bis Anfang April wieder aufzubauen. Da so viele Spenden zur Verfügung standen, bekamen die Morgans feste Betonhäuser anstatt ihrer vorherigen Bambushütten. Außerdem wurde ein Wasserturm gebaut und die Morgans erhielten zum ersten Mal fließendes Wasser in ihren Häusern.

Willi Kothny hat festgestellt, dass die  Morgans trotz ihrer Intelligenz und Zuverlässigkeit an einem Bildungsdefizit leiden. Das liegt daran, dass viele Eltern nicht in der Lage sind, ihren Kindern bei den Hausaufgaben zu helfen. Viele Eltern sind Analphabeten. Um die Zukunft der Dorfbewohner zu sichern, war es der Wunsch der Morgans an den Tourismus gebunden zu werden. Daraus entstand die Idee ein Multifunktionsgebäude mit einigen Bungalows und einer Nachhilfeschule zu bauen.

Die Philosophie:  Nicht der Massentourismus ist gefragt, sondern Gäste, die daran interessiert sind, mit dem Morgans zu leben. Nicht Quantität aber Qualität ist wichtig!

 
Die Nachhilfeschule

Architekten haben nach dem Erwerb eines 3-Rai-Grundstückes (ca. 5.000m²) Pläne für ein Resort mit Mulifunktionscenter entworfen.

Sieben Familien werden hier Arbeit in Küche, Hotelbetrieb, Wäscherei, Gärtnerei etc. finden.
Darin ist dann auch die Privatschule untergebracht. Hier sollen von “Willi hilft“ und unserem Förderverein bezahlte Lehrer, zum einen den Kindern bei den Hausaufgaben helfen, zum anderen den älteren Bewohnern Lesen und Schreiben beibringen. Darüber hinaus soll es – ähnlich den VHS in Deutschland - Erwachsenenkurse in Englisch, Computerbedienung und Berufsschulung geben. Zur Schule gehört eine kleine Sport- und Versammlungshalle.

Ende Januar 2006 soll mit dem Bau der privaten Nachhilfeschule (Multifunktionsgebäude) begonnen werden und ca. Ende 2006 fertig gestellt sein. Das Schulgebäude wird mit Spendengeldern aus Deutschland aufgebaut.

Die Eltern des Dorfes Ban Bangsak sind bisher Analphabeten. Ihr Wunsch ist es, in einer Nachhilfeschule lesen und schreiben zu lernen, um auch ihre Kinder schulisch unterstützen zu können. Diese beenden zur Zeit auf Grund fehlender finanzieller Mittel und schulischen Wissens ihre Schulzeit nach vier Pflichtschuljahren im Alter von ca. 11 Jahren. Danach können sie nur als Fischer oder Hilfsarbeiter Geld verdienen.

Um den Anschluss an das thailändische Schulsystem zu bekommen, sollen am Morgen die Eltern und am Nachmittag die Kinder unterrichtet werden. Die Nachhilfeschule soll ihnen die Türen zu besseren Berufen öffnen und ihre Zukunftschancen steigern.

Durch vorhandenen Spendengelder des Projektes „Willy hilft“ ist bereits der Bau des Schulgebäudes gesichert; die langfristige Finanzierung der Lehrer (ein Lehrer kostet ca. 300,oo€ pro Monat!!!) und Lehrmaterialien jedoch nicht.

Hier will der Förderverein "Schule für Ban Bangsak"  ansetzen und Hilfe leisten.

 

SV Projekt „Ban Bangsak“

 

Das Niklas Luhmann Gymnasium soll in Partnerschaft zu der Schule in Ban Bangsak stehen.

Durch Schülerprojekte soll die Schule unterstützt werden. Die einzelnen Klassen können selbständig Ideen umsetzen, um ein wenig Geld zu verdienen. Mit dem Geld soll die Bezahlung der Lehrer und Unterrichtsmaterialien unterstützt werden.
Ein Lehrer kostet ca. 300,oo€ pro Monat!!!

Damit auch ein persönlicher Kontakt zwischen den Schülern besteht, wird der Kontakt zu der Schule hergestellt. Da in dem Dorf noch keine Computer vorhanden sind, dauert dies noch ein bisschen. Die SV wird sich aber bemühen, vorab die neuesten Informationen zu erhalten.

In weiterer Zukunft wäre es schön, wenn es Brief- oder E-Mail-Kontakte zwischen den Schülern geben würde.

 

 

                              

                                               

 

Willi hat eine Steinfabrik in das Dorf integriert, in der die Steine für dienneuen Häuser und nachher für den Verkauf hergestellt werden

 

                        

 

Zwei Steinpressen sind vorhanden, in denen die Arbeiter 500 - 600 Steine pro Tag herstellen. Es sind Betonsteine, die innen hohl sind. Beim Verbauen wird in das etwa 5-6 cm große Loch eine Eisenbewährung geschoben wird und anschließend mit Beton ausgegossen wird.

 

 

Hier entsteht das Holliday-Resort. Hier sollen ab Januar 2006 Interessierte einziehen und mit den Dorfbewohnern zusammen kochen oder zum Fischen rausfahren können. Sie sollen sich in das Leben im Dorf einbinden.

 

 

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Stand: 09. Februar 2010.